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Der 11. September und das zehnjährige Jubiläum

Quelle: Mainzer Bistums Nachrichten
September 2003

Bei Jubiläumsveranstaltung des "Alle-Welt-Kinos" wurde Film über Terroranschläge gezeigt

Mainz. Im Rahmen einer Filmvorführung feierte das "Alle-Welt-Kino" in Mainz am Montag, den 8. September, sein zehnjähriges Jubiläum. Gezeigt wurde mit dem Film "11´09´´01 - September 11" ein nachdenklicher und anspruchsvoller Film, der sich mit den Anschlägen auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington auseinandersetzt.

Die Auswahl dieses Films spricht in gewisser Weise für das Konzept des "Alle-Welt-Kinos". Wie Dr. Hartmut Heidenreich, Bildungswerk der Diözese Mainz, in einem kurzen Rückblick zu Beginn erläuterte, zeigt das "Alle-Welt-Kino" seit 1993 Spielfilme aus und über fremde Kulturen, Menschen und Lebenskonzepte. Es seien leichte, bewegende oder auch mitreißende Filme, die auf einer zweiten Ebene Nachdenklichkeit provozierten und durch die Wahrnehmung anderer Lebenswelten die eigenen Lebensbedingungen, Grundhaltungen und Denkschemata deutlicher zu Bewusstsein bringen sollen. Auf diese Weise hätten in den letzten Jahren mehr als 4.000 Besucher 115 Filme gesehen und diskutiert.

Der Film "11´09´´01 - September 11" ist ein Projekt des französischen Produzenten Alain Brigand, der 11 Filmemacher aus 11 Ländern bat, je einen Kurzfilm von je 11 Minuten und 9 Sekunden Länge zu drehen. Unter anderen beteiligten sich Regisseure wie Ken Loach, Sean Penn, Mira Nair oder Idrissa Ouedraogo mit ihren völlig unterschiedlichen Beiträgen an dem Gesamtkunstwerk. Neben dramatischen Szenen und künstlerisch-abstrakten Sequenzen gab es auch anrührende und sogar heitere Passagen in den einzelnen Filmen.

Auch die Jubiläumsvorführung blieb dem Stil des "Alle-Welt-Kinos", den Isa Mann von der Evangelischen Erwachsenenbildung Mainz kurz schilderte, treu. Der eigentlichen Filmvorführung ging die Einführung in die Thematik durch Iris Dilg, Volkshochschule Mainz, voraus. Im Anschluss an die Vorführung waren die Gäste zu einem Glas Sekt eingeladen und konnten anschließend mit Prof. Dr. Franz Hamburger, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, und Dr. Bernhard Moltmann, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Frankfurt a.M., über den Inhalt und die Inszenierung des Gesehenen diskutieren.

Johannes Kohl, Leiter des Katholischen Bildungswerks Mainz-Stadt, dankte in seiner Begrüßung den vielen Unterstützern des "Alle-Welt-Kinos" für die gute Zusammenarbeit, besonders den Vertretern der Einrichtungen, die zu den Trägern und Mitveranstaltern gehören: der Evangelischen Erwachsenenbildung Mainz, dem Katholischen Bildungswerk der Diözese, der Katholischen und der Evangelischen Hochschulgemeinde, dem Landesfilmdienst Rheinland-Pfalz e.V., der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz und der Volkshochschule Mainz.

Neben den regelmäßig einmal im Monat stattfindenden Abenden, gehören auch ein jährliches Sommer-Open-Air-Filmfest zum Programm der Veranstalter. Dort wird dem Publikum neben Kurzfilmen ein buntes Programm aus Kleinkunst, Musik und Kulinarischem aus aller Welt geboten. Zu besonderen Anlässen lädt das "Alle-Welt-Kino" auch zu Sonderveranstaltungen ein.

Hinweis: Weitere Informationen auch zum Programm sind erhältlich beim Bildungswerk der Diözese Mainz, Tel. 06131/253280 oder im Internet unter www.alleweltkino.de
ER (MBN)

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